Weitere Informationen über DSL:

DSL ist eine Abkürzung für Digital Subscriber Line. Hierunter versteht man im Wesentlichen einen Datenübertragungsstandard, welcher mit Geschwindigkeiten von bis zu 210 Mbit pro Sekunde agiert. Die Übertragung von Datenpaketen kann über herkömmliche Telefonkabel erfolgen. Ebenso möglich ist ein Datenversand via Glasfaser. Der Vorgänger dieses Standards war das herkömmliche Modem. Dieses agierte über eine USDN Verbindung mit einer Datenrate von etwa 128 kbit pro Sekunde. Die Verbindung zwischen DSL und Nutzer erfolgt über ein DSL Modem. Dieses verbindet den Computer mit einer Breitbandleitung. Die Datenrate ist jedoch nicht ausschließlich von der Geschwindigkeit des DSL Anbieters abhängig, sondern basiert im Wesentlichen auf dem zugehörigen Serverangebot.

Der Vorteil von DSL liegt in dessen Unabhängigkeit hinsichtlich der separaten Telefonleitung. Diese Verbindungsmöglichkeit wird jedoch vornehmlich von industriellen Anwendern genutzt. Die meisten privaten Haushalte empfangen den DSL Anschluss trotzdem über einen normalen Telefonanschluss. Prinzipiell sind für diese Breitbandanbindung keine Änderungsmaßnahmen notwendig. Der Datenversand funktioniert für die breite Masse problemlos über herkömmliche Kupferleitungen. DSL war noch vor einigen Jahren lediglich ein Überbegriff für einen Basisanschluss des ISDN Verbindungstechnik.

Die anfangs noch extrem kostenintensive Entwicklung von Digitalprozessoren ermöglichte das heute bekannte DSL Verfahren. Die ersten technischen Grundsteine wurden hierfür bereits Anfang der 90er Jahre gelegt. Diese waren jedoch zu jener Zeit noch kaum für den Privatanwender finanzierbar. Die erste Entwicklungsstufe hörte auf die Bezeichnung HDSL. Noch in den 90er Jahren begann man damit, diesen neuen Standard in Europa und den USA für ein breites Publikum nutzbar zu machen. Besonders wichtig war den Entwicklern die Reichweite. Aus diesem Grund musste es zwingend ermöglicht werden, die bereits vorhandenen Kupferleitungen nutzen zu können. Eine DSL Basis sollte in einem Umkreis von drei bis vier Kilometern zu empfangen sein. Mittlerweile hat sich jedoch die Variante des SHDSL durchgesetzt. Diese zeichnet sich zwar nicht durch eine gleich hohe Reichweite, jedoch durch einen wesentlich geringeren Stromverbrauch aus.

Durch ab Mitte der 1990er Jahre stark ansteigende Internetnutzerzahlen wurde es notwendig auch die im Hintergrund agierenden Server zu verbessern. Damals gelang es kaum mit der Entwicklung und den benötigten Datengeschwindigkeiten schritt zu halten. Schließlich setzte sich ein neuer Standard durch, welcher noch höhere Datengeschwindigkeit zuließ. In Deutschland verwendete man anfangs ebenfalls eine ADSL Übertragungsvariante, jedoch ließ dich die Bezeichnung DSL einfach besser vermarkten. So wird das heute Übertragen von großen Datenmengen über Satellit und den herkömmlichen Fernsehkabelanschluss bald auch mit diesem Begriff belegt. Hierzu macht Deutschland eine Ausnahme im europäischen Vergleich. In Österreich beispielsweise differenziert man klar zwischen ADSL und DSL. In Zukunft plant man nun die Geschwindigkeiten der Datenübertragung noch weiter zu erhöhen, um auch die Videoanwendungen im Internet in einer besseren Qualität zu ermöglichen.

Nachteile des DSL liegen vor allem in seiner Verfügbarkeit. Es muss im Abstand einiger Kilometer immer eine Übertragungsbasis existieren. Diese sind in den meisten Fällen nicht nach Anbietern separiert, sondern werden von den entsprechenden Unternehmen aufgeteilt. Regionen, welche nicht breitflächig mit ausreichend starken Stationen ausgestattet sind, müssen auf die Variante der Satellitenübertragung zurückgreifen. Vorteilhaft an DSL ist der in der breiten Anwendung begründete günstige Endverbraucherpreis. Dieser ist besonders in den letzten Jahren enorm gesunken, da es immer mehr Anwender und auch Anbieter gibt, welche sich den Markt gegenseitig streitig machen.